Politiker sprechen inzwischen aus, was allgemein bereits diskutiert wird.

Bisher hatte das Militär jedes mal die Hand im Spiel, wenn es um die Regierungsbildung ging.

Das Militär entschied, wer Staatspräsident wird. Es entschied ebenfalls darüber, wann ein Präsident abdanken mußte.

Zuletzt im Jahre 1980.

Das Militär war bis zum Putsch auch der einzige Angstgegner Erdogans auf seinem Weg zur Diktatur.

Nun hat sich Erdogan einige Freiwillige aus den Reihen des Militärs ausgesucht um einen Putsch, gegen sich selbst, zu veranstalten.

Denn nur auf diese Weise kann Erdogan seine Gegner aus den Reihen des Militärs, der Polizei, den Parteien und den Gerichten entfernen.

Nur so kann er diese Kritiker zum Schweigen bringen.

Spiegel-Online schrieb gestern, das sich die Hintermänner offenbar, laut Regierung, ins Ausland angesetzt hätten.

Nein, nein. Der Kopf des Ganzen sitzt in der Türkei und hat den Posten des Staatspräsidenten inne.

Zeit.de schreibt: Erdogan könnte den Putsch für seine eigenen Zwecke nutzen.

Könnte?

Nein, er wird seinen Putsch nutzen.

Er hat bereits Auslieferungsanträge gestellt, um seine Kritiker aus dem Ausland in die Türkei zu holen.

Einer seiner großen Gegner ist der im US-Exil lebende Prediger Gülen.

Angeblich soll er, zusammen mit den USA, in den Putsch verwickelt sein.

Aber auch bei uns in Deutschland liegen bereits Auslieferungsanträge vor.

Es ist schon beachtenswert, wie schnell die türkischen, Erdogan-freundlichen, Ermittler Beweise dafür finden, wer alles für den Putsch verantwortlich ist.

Bis Gestern dachte man, das Erdogan die “Schuldigen” mit einer langen Haftstrafe beglücken würde. Einer Haft, in welcher sie dann, irgendwann, an Herzversagen sterben würden.

Aber Nein.

Gestern wurde bekannt, das Er die Todesstrafe wieder einführen will.

So kann er jeden “Staatsfeind”, darunter auch Kinder, sofort zum Schweigen bringen bringen.

Demnächst haben dann die Medien der Welt eine neue Schlagzeile:

MASSENHINRICHTUNGEN IN DER TÜRKEI

Über die Drohung der EU, das man die Beitrittsverhandlungen sofort abbrechen würde, lacht ein Erdogan doch nur.

Aber, was ist eigentlich mit der NATO?

Wie steht sie inzwischen zur Türkei?

Gut, das Militär der Türkei ist, dank NATO-Unterstützung, gut ausgerüstet und ein Bollwerk gegen Osten.

Braucht die NATO die Türkei aber wirklich?

Hat Erdogan bei seinen Treffen mit Putin nicht schon vorgesorgt?

Hat er nicht schon den Austritt aus der NATO geplant?

Die Zukunft wird zeigen, ob Erdogan das Großosmanische Reich, mit Hilfe Russlands, wieder Errichten kann.

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