Bei Köln schweres Gewitter mit Wirbelsturm, Hagel und großer Überschwemmung.

So steht es in Dr. R. Hennigs, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904. Geschehen im Jahr 1380.

Ich habe aber noch einige Berichte gefunden.

Peter Fuchs, Chronik zur Geschichte der Stadt Köln
Greven Verlag Köln. 1991

Erdbeben und Hagelschauer – 1395 Juni 11
Des Freitags nach Fronleichnam war ein großes Erdbeben zu Köln, nach Mitternacht des Morgens gegen drei Uhr, so daß die Häuser sich schüttelten und die Töpfe an der Wand rasselten. Acht Tage nachher fielen gewaltige Hagelsteine, so groß wie Hühnereier; sie schlugen die Vögel in der Luft todt, rissen Bäume aus der Erde und mähten das Korn weg, als wenn es abgeschnitten wäre.

Stommeln 1878

Über 100 Gebäude wurden 1878 in Stommeln durch eine Windhose beschädigt. Dächer flogen durch die Luft. Millionenschaden aber kein Verletzter.

Volksblatt für Bergisch Gladbach und Umgebung von 1898.

Paffrath, 7. Aug.

Ein furchtbares Unwetter, verbunden mit einem schrecklichen Wirbelsturm, brach heute nachmittag gegen 5 Uhr über unseren Ort herein, denselben in der kurzen Zeit von etwa 10 Minuten fast gänzlich verwüstend. Die Häuser sind vielfach abgedeckt, die Dachstühle zerrissen, die stärksten Bäume massenhaft entwurzelt und zerschmettert und überall die Wege versperrend. Der Sturm verwüstete die Ortschaften Holz, Hehborner Hof, Mutz, Nußbaum, Flachsberg, Haus Blegge, Flora und Schneppruthe. Das Dach der Kirche und der Kirchturm sind schwer beschädigt, am Schulhause auf dem Flachsberg stürzte ein Kamin ein, das Dach teilweise mit herunterreißend, Dachziegel und Dachbekleidung an der Lehrerwohnung sind heruntergeschlagen. Am schlimmsten hat wohl das Unwetter auf Haus Blegge und Flora gewütet. Man ist kaum imstande, den Greuel der Verwüstung zu schildern, der dort Platz gegriffen. Zu Flora sind die Dächer sämtlich weggefegt, mehrere sogar mit den Dachstühlen. Zu Haus Blegge ist die herrschaftliche Wohnung schrecklich zugerichtet, das Dach ist zerstört, viele Fenster sind zertrümmert, einige ganz fortgeweht, von der Gärtnerwohnung und den Stallungen sieht man den ganzen Dachstuhl; die schönen Anlagen und die Obstgärten sind gänzlich vernichtet. Ein Diener und ein Dienstmädchen waren so schwer verletzt, daß sie ins Hospital gebracht wurden. – Die Kornhausten, welche noch auf dem Felde standen, sind gänzlich weggefegt.

Bensberg-Gladbacher Anzeiger vom 13. Aug. 1898

Sundern i. Westf., 8. August.

Eine furchtbare Windhose zerstörte am gestrigen Tage einen Theil des Kreises Arnsberg auf viele Stunden Länge. Während eines schweren Gewitters zeigte sich am Firmament eine lichthelle Wolke, die mit Blitzzuggeschwindigkeit hin- und herflog, welche überall, wo sie hinkam, große Verheerungen anrichtete. Auf ihrem Wege sind fast sämmtliche Dächer abgedeckt und verschiedene Gebäude zusammengestürzt. Viele tausend Bäume sind entwurzelt, über ein Meter dicke Eichen liegen zusammengeknickt, zersplittert am Boden. Unzählige Vögel, Elstern, Krähen und namentlich Sperlinge, bedecken die Erde. Ein Schäfer rettete sich dadurch, daß er sich flach auf den Boden legte; ein Theil der Schafe wirbelte in der Luft. Die Windhose hat sich bei der Zerstörung recht launenhaft benommen. An der Eisengießerei Christianenhütte drückte dieselbe die massiven Wände ein und zerstörte das ganze Gebäude, während die benachbarte größere Schreibmaschinenfabrik und Papierfabrik ganz unbeschädigt blieb. An einem großen, langen Bauernhause, welches von zwei Besitzern unter einem Dach aneinander gebaut worden ist, wurde das Haus des einen Bauern fast vollständig zerstört, wohingegen das Haus des Nachbarn nur ganz unbedeutend beschädigt wurde. Der Gesamtschaden ist ein bedeutender und viele der meist mit wenigen Glücksgütern gesegneten Bewohner des Sauerlandes trifft der Verlust recht hart.

7. August 1898 in Köln-Bayenthal

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Ebenfalls 7. Aug. 1898 in Köln-Poll:

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1898_Poll_03

Wie man sieht, gibt und gab es extreme Unwetter auch in Deutschland.

Man erinnere sich nur an die Deichbrüche, 1962, an Nordsee und Elbe.
Bekundet sind schwere Nordsee-Sturmfluten bereits seit 340 v.Chr.
838, 2500 Tote in Holland.
1164, 20.000 Tote in Holland und im Elbegebiet.

Aber auch an der Ostsee gab es schwere Fluten, so wurde die Insel Usedom 1872 in zwei Teile geteilt. Insgesamt wurden an der ganzen Ostseeküste,  über 270 Menschen getötet, 3000 Häuser zerstört oder unbewohnbar und über 15.000 Menschen Obdachlos.

So könnte man die Extrem-Unwetterliste weiterführen.

Und da kommen tatsächlich irgendwelche schlauen Personen und erzählen im TV etwas von einer Klimakatastrophe, welche durch menschliche Luftverschmutzungen u.s.w. herbeigeführt sei.

Gut, wenn Menschen die Wälder an Berghängen abholzen, müssen sie sich nicht wundern, wenn anschließend ihr Dorf durch eine Schlammlawine verschüttet wird.
Wenn sie Flüsse kanalisieren und somit die Fließgeschwindigkeit erhöhen, müssen sie sich nicht wundern, wenn Dörfer und Städte überschwemmt werden.

Es gab in der Erdgeschichte schon etwa 7 große Eiszeiten.

Dazwischen aber auch immer wieder Warme Zeiten.

Einige Forscher sagen sogar, das die nächste Eiszeit überfällig sei und rechnen damit, das die nächste Mini-Eiszeit etwa 2030 beginnt.

Unsere Politiker halten davon allerdings reichlich wenig. Denn der allerorts ausgerufene Klimawandel, hervorgerufen durch die Menschen, spült ihnen schließlich Milliarden in die leeren Kassen.

Frohes Frieren noch.

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