Wieder einmal hat eine US-Firma gegen den Europäischen Datenschutz verloren.

Facebook darf keine Daten mehr von EU-Bürgern in die USA transferieren.

Der österreichische Anwalt, Max Schrems, klagt seit Jahren gegen Facebook und hat nun endlich gewonnen.

Siehe meinen Post von 2014:

Er konnte dem EU-Gericht eindeutig darlegen, daß Nutzerdaten in den USA nicht sicher gegen Zugriffe sind.

Die Richter: Der Datenschutz in den USA erlaubt es Behörden, jederzeit und ohne richterliche Anordnung, auf die Daten zuzugreifen.
Selbst Dritte, sogenannte Partnerunternehmen, haben die Möglichkeit, personalisierte Daten zu sammeln.

Demnach ist der sichere Datenhafen aus dem Safe-Harbor-Abkommen zwischen EU und den USA ist so löchrig wie ein Sieb.

Bei Facebook windet man sich wie eine Schlange durchs Gestrüpp.
Laut Gericht hätte man ja nichts Falsches getan. Es währe die US-Regierung, welche den Datenzugriff gesetzlich erlaubt. Facebook könne an diesen Gesetzen nichts ändern.

Das stimmt so allerdings nicht.
Erwiesen ist doch, das die großen US-Firmen Einfluß auf die US-Regierung nehmen und die US-Geheimdienste unterstehen dieser Regierung.

Außerdem ist der Datenhighway zwischen den USA und Europa keine Einbahnstraße. Facebook & Co (etwa 5.500 Firmen) könnten ihre Daten also auch auf einem “sicheren” Server in einem EU-Land ablegen.

Für mich stellen sich nun einige Fragen.

Wie kann ich es erreichen, daß Firmen wie Facebook & Co meine Daten, welche in den USA gespeichert sind, löschen?

Werden Google & Co in Zukunft tatsächlich erst den User fragen, ob sie Daten speichern dürfen ?
Erscheint auf der “Cookie-Warnung” in Zukunft eine Auswahl zwischen “Ja” und “Nein” ?

Wie kann ich erfahren, welche Daten YouTube & Co von mir gespeichert haben ? Und zwar ohne mich vorher bei diesen Firmen anzumelden ?

Werden Microsoft & Co ihre Programme dahingehend umprogrammieren, daß die Schnüffel-Tools erst dann eingeschaltet werden, wenn der Nutzer es erlaubt ?

Advertisements