Das Windows XP© -32-Bit-System wird auch als NT 5.1 bezeichnet.

Allerdings wurden, vor allem mit den dauernden Updates, immer mehr Beschränkungen gegenüber den Vorgängern und den Serverversionen von Windows eingebaut.

Server 2003 = NT 5.2
XP 64 = NT 5.2
Vista = NT 6

7 = NT 6.1,

So können die Serverversionen, auch in den 32-Bit-Versionen, ab NT 5.2 und XP 64, RAM über 4 GB direkt ansprechen, obwohl sie eigentlich nur erweiterte XP-Versionen sind.

XP kann in der 64-Bit-Version:

bis zu 16 TiB virtueller Speicher (max. 4 GiB unter 32-Bit)

bis zu 512 TiB Auslagerungsdateien (max. 16 TiB unter 32-Bit)

bis zu 128 GiB Auslagerungsspeicher (max. 470 MiB unter 32-Bit)

bis zu 128 GiB Nicht-Auslagerungsspeicher (max. 256 MiB unter 32-Bit)

bis zu 1 TiB Systemcache (gegenüber max. 1 GiB unter 32-Bit)

bis zu 128 GiB Arbeitsspeicher (gegenüber 4 GiB RAM unter 32-Bit

Warum also mit einem 32-Bit-System arbeiten, wenn es Systeme für 64 Bit gibt?

Nun, Programme gibt es nicht nur als Freeware. Wenn jemand in einem speziellen Bereich, wie Grafik, Video oder Sound tätig ist, können u.U. durchaus 4-stellige Beträge fällig werden.

Leider sind diese Programme sehr oft nicht auf 64 Bit einsetzbar.

Also bleibt nur ein 32-Bit-System wie XP.

Neuer Rechner mit AMD Athlon™ 64 x 2 Dual Core Prozessor 4000+

Nachdem mein alter Rechner in den PC-Himmel eingegangen ist, mußte ein neuer her.

Nach längerem suchen und vergleichen habe ich mich für einen Rechner mit 64-Bit entschieden.

Die Marke spielt keine Rolle. Wichtig ist das BIOS.

Es muß sowohl 32 als auch 64-Bit können.

Bei meinem neuen Rechner gibt es zwei BIOS-„Programme“. Eines für 32 Bit und eines für 64.

Mit dem 32er wird dem Betriebssystem lediglich ein 32-Bit-Board vorgegaukelt. Die 64-Bit- Bedingungen selbst bleiben weitgehend erhalten.

Also auch die Funktionen für den Dual-Core-Modus.

Allerdings mit den Einschränkungen für das RAM.

In meinem alten Rechner arbeiteten 8 GB RAM.

Warum nicht auch im Neuen ?

Man könnte natürlich Treiber aus den Server-Versionen in XP integrieren. Aber, das sind eingriffe, welche einem professionellen Programmierer vorbehalten bleiben sollten.

Es geht viel einfacher.

Dazu benutzt man einfach die Eigenschaften des XP-Systems.

Was tut XP, wenn der RAM-Speicher nicht ausreicht ?

Richtig, es benutzt eine Auslagerungsdatei auf der Festplatte.

Das hat jedoch einen großen Nachteil. Sobald auf die FP ausgelagert wird, verlangsamt sich auch die RAM-Geschwindigkeit auf FP-Niveau.

XP kann tatsächlich nur etwa 3,37 GB RAM direkt nutzen.

1 GB = 1024 MB – 3 GB = 3072 MB

0,37 GB = 1024 x 0,37 = ~378 MB

3072 + 378 = 3450 MB

Bei 4 GB bleiben demnach 4096 – 3450 = 646 MB übrig.

Allerdings geht davon u. U. noch etwas für Systemreservierungen, Sound und/oder Grafik ab.

In meinem Rechner bleiben bei 4 GB RAM genau 214 MB ungenutzt übrig.

Der Auslagerungsspeicher auf FP beträgt bei mir im Schnitt zwischen 180 und 200 MB.

Wie kriege ich diesen aber in den RAM-Speicher ?

Nichts einfacher als das. Einfach mal im Internet nach „Vsuite Ramdisk Free Edition“ suchen.

Installieren Sie ein RAM-Disk-Programm (Hier Vsuite Ramdisk Free Edition).

 ram_01

In den >Optionen machen Sie ein Häkchen bei > Enable OS Invisible ….

Danach wechseln Sie zu >Ramdisk

Hier tragen Sie unter >Disk Size den Speicher in MB ein. Bei 4 GB Ram = 212 MB.

Für jedes weitere Giga zusätzlich 1024 MB.

In dieser Freeware Version kann man bis zu 4 GB nutzen. Inklusive Windows-RAM also ~7 GB

Nun noch unter >Drive Letter das Laufwerk auf Z setzen, damit es keinen Ärger mit weiteren Laufwerken gibt.

Danach ein Klick auf >Add und das Laufwerk wird eingerichtet.

ram_02

Danach über Exit das Programm verlassen.

Nun geht es mit den Einstellungen in XP weiter.

Entweder:

>Arbeitsplatz, >Eigenschaften, >Register, >Erweitert, >Systemleistung: >Einstellungen, >Erweitert, >Virtueller Arbeitsspeicher: >Ändern.

Oder:

>Start, >Einstellungen, >Systemsteuerung, >System, Systemleistung >Erweitert, Leistungsoptionen >Erweitert, Virtueller Arbeitsspeicher >Ändern

Hier zunächst für C: den Speicher abschalten indem man >Keine Auslagerungsdatei anklickt.

Danach auf >Festlegen.

Dann im Fenster die RAMDISK Z: auswählen ….

ram_03

…. und unter Benutzerdefinierte Größe: die Anfangsgröße auf 200 und die Maximale Größe auf 210 MB setzen.

Nochmals >Festlegen anklicken und die Einstellungen über OK verlassen.

Im folgenden Fenster klicken Sie auf OK.

Alle anderen Fenster ebenfalls mit OK schließen und den Rechner neu Starten.

Zum Schluß noch die Einstellungen für den Papierkorb

Windows speichert gelöschte Dateien immer, mit einem Verweis auf das „Lösch“-Laufwerk, in allen Papierkörben. Also auf jedem angeschlossenen Laufwerk.

Damit immer die volle Kapazität des RAM-Laufwerks zur Verfügung steht muß man den Papierkorb auf dem RAM-Laufwerk abschalten.

Dazu das Papierkorb-Icon auf dem Desktop mit der rechten Maustaste anklicken und >Eigenschaften wählen.

ram_04

Zunächst in >Global die Einstellung >Laufwerke unabhängig konfigurieren auswählen.

ram_05

Danach in >RAMDISK (Z:) zunächst die Maximale Größe über den Schieber auf 0 setzen und danach ein Häkchen in >Dateien sofort löschen.

Klick auf >Übernehmen und >OK.

Den PC neu starten.

Im Explorer sehen Sie nun:

ram_06

Der RECYCLER wird noch angezeigt. Diesen kann man aber löschen.

Zum Schluß

Es ist schon blöd, daß man ein Betriebssystem mit PhysikalischeAdressErweiterung (PAE) besitzt, dieses aber nicht nutzen kann, weil es der Hersteller nicht will.

 

ram_07

Genau so, wie man dazu gezwungen wird, einen Internet Explorer zu benutzen, welchen man nicht will. Ich bin mal gespannt, wann der IE 8 seinen Dienst verweigert, weil Microsoft, in Zusammenarbeit mit den großen Internetdiensten, ihm den Zugriff auf Webseiten verweigert.

 

Es ist noch nicht das Ende aller Tage …

XP läuft weiter – Keine Frage !

Nachtrag 13.01.20014

Ja Richard, es ist Richtig, das XP eine eigene RAM-Disk enthält.

Zu finden auf der XP Pro CD, mit SP 2, und dem ISO-Download von Microsoft.

Die Dateien, RAMDISK.SY_ und RAMDISK.IN_ befinden sich im Verzeichnis I386.

Ich habe bereits mehrfach vergeblich versucht diese zu installieren.

Einem “Normaluser” wird dieses noch weniger gelingen. Die Angaben von Microsoft sind zu dürftig und man muß Einträge, von Hand, in der Registry hinzufügen und ändern.

Trotzdem Danke für den Hinweis.

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