Die Rechtschreibreform ist KEIN Gesetz.

Man schrieb das Jahr 1994, als einige "schlaue" Personen, mal wieder Langeweile hatten.

Und wie immer, wenn so etwas vorkommt, entstehen solch unsinnige Fantasien wie die Rechtschreibreform.

Den ersten Anlauf nahm man 1996.
Danach folgten einige Nachbesserungen.

Für diese "Nachbesserungen" brauchte man 11 Jahre. Denn, die derzeitigen Schreibweisen gelten seit August 2007.

In diesem Jahr wurden auch von den Nachrichtenagenturen zwei Listen im doc-Format veröffentlicht.
Diese Listen enthalten nicht nur die "neuen" Wörter, sondern auch Erklärungen zur neuen Schreibweise.
Siehe Hier und Hier

Allerdings ist diese Reform bis zum heutigen Tag umstritten.
Selbst das Bundesverfassungsgericht mußte sich bereits mehrfach mit dieser absurden Reform befassen.

Gestern wurde ich durch, einen Schreibfehler (wer kennt es nicht, das die Tastatur einen Buchstaben verschluckt) bei einer Gockel-Suche, auf eine HP hingewiesen.

Auf dieser HP,  erklärt ein, ebenfalls schlauer, Herr, wann man das oder dass schreibt.

Allerdings steht dort auch folgendes:
das

So schlau scheint der Herr denn doch nicht zu sein. Er begeht den gleichen Fehler, wie viele andere Auch.

Er Hinterfragt nicht.
Hätte er daß/dieses getan, währe er auf die rechtliche Situation aufmerksam geworden und dann hätte er seinen Satz wohl zumindest anders formuliert.

Die rechtliche Regelung zur Rechtschreibreform besagt:
"Eine über den schulischen Rahmen hinausgehende rechtliche Verbindlichkeit existiert nicht".

Dieser Satz wurde vom Bundesverfassungsgericht, zuletzt (?) im Jahre 2006, ergänzt:
"Eine über den schulischen Rahmen hinausgehende rechtliche Verbindlichkeit existierte vor der Reform nicht und wurde mit der Reform auch nicht eingeführt."

Die Reform wurde also nur für Lehrer eingeführt.

Das die Reform kein Gesetz ist, zeigt auch die Tatsache, daß alle Bundes- und Landes-Behörden mit einer Dienstanweisung explizit aufgefordert wurden, die Reform umzusetzen.

Dieser Anweisung schlossen sich Gerichte, Öffentlich-rechtliche Behörden wie Handwerkskammern und GEZ (ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice) und Nachrichtenagenturen an.
Dadurch kamen Rechtsanwälte, Notare, TV und Presse zur Einführung der Reform.

Ich bezeichne so etwas als "schleichendes Gesetz".
Es besteht zwar keine Vorschrift, aber irgendwann setzt es sich durch.

Aber wiedersinnig ist es trotzdem.

ss oder ß

Das alte Schloss, der Grafen von Berg, an der Wupper wurde mit einem Schloß verschlossen.

Aber: Schloß Burg, an der Wupper, hat Heute kein Schloß mehr, sondern ein Schloss.

Denn, Eigennamen behalten ihr ß.

Man fährt zwar zum Schloss in Bensberg.
Man besucht aber das "Neue Schloß" bzw. das "Alte Schloß".

Deutsche Sprache – schwere Sprache

Mit dieser Reform sollte doch eine Vereinfachung herbeigeführt (oder soll man "herbei geführt" schreiben ?) werden.

In Wahrheit wurde alles verschlimmbessert.

Warum hat man das sz (ß) nicht ganz abgeschafft?

Nicht nur im Ausland stellt man sich die Frage:
Warum steht auf dem Straßenschild immer noch Schloßstraße und nicht Schlossstrasse ?

Hier finden Sie die Listen der Agenturen zur Rechtschreibreform.

doc-1 + doc 2

Sie sind im Word-doc-Format und man sie mit jedem Schreibprogramm verwenden, welches Dokumente im doc-Format importieren kann.

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