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Ja, Bitte !

Pferdefleisch ist nichts schlechtes.

Angeblich soll das Fleisch auch günstiger als Rindfleisch sein.

Ich esse gerne mal eine Bratwurst. Aber wenn ich mal eine richtig gute haben will, dann muss ich rund 100 Kilometer fahren. 50 hin und 50 zurück.

Denn dann bekomme ich Bratwurst vom Pferd.

Aber günstiger ? Nein, wirklich nicht. Eine Rindswurst kostet 2,10. Die Pferdewurst 2,60.

Leider kann heute nicht mehr jeder Metzger das Fleisch so gut verarbeiten, das es auch wirklich schmeckt.

Aber warum eigentlich Pferd?
Wieso Armeleuteessen?

Pferd wird schon solange gegessen wie es Pferde gibt.

Die Hunnen waren bekannt dafür, das sie ihre Pferde, gegessen haben.
In ihren Kriegen haben sie ihre Pferde erst zu tode geritten und dann aufgegessen.
Und weil sie nicht immer Feuer machen konnten, um zu braten oder zu kochen, wurde das Fleisch, quasi wie eine Satteldecke verwendet und mürbe geritten.
Wenn also wieder mal ein Pferd starb, zerteilten sie es, legten es solange auf den Rücken ihrer Pferde, bis es mürbe genug war, um es sogar Roh zu essen.
Das sparte viel Zeit. Denn sie konnten sich, während sie ritten, einfach ein Stück abschneiden.

Bei den Arabern, welche Südeuropa, besonders Spanien, besetzt hatten, wurde ebenfalls Pferd gegessen.

Bei den restlichen Europäern, so sie Pferde kannten, war das etwas anders.

Pferde waren Arbeitstiere. Sie wurden meist nicht geschont.
Täglich schwere Arbeit bei schlechter Versorgung.
Daher sahen sie auch einfach hässlich aus.

Ein hässliches Tier konnte einfach nicht schmecken.

Im Mittelalter führte dies dazu, das Papst Gregor III. 732 ein Verbot aussprach.
Das Fleisch sei unrein und verabscheuungswürdig. Es vergifte das Blut und würde daher Krankheiten verbreiten.

Das ist wie im Islam mit den Schweinen.
Die fressen alles und wühlen dauernd im Dreck. Daher ist Schweinefleisch Unrein und darf nicht gegessen werde.

Heute landet ein Auto bei einem Autoverwerter. Damals durfte ein Pferd nur durch den Abdecker verarbeitet werden.
Ein Pferd wurde zu Leim, Fett, Knochenmehl usw.

Andererseits waren Pferde Kammeraden.

Bei den Rittern und in der Kavallerie wurden sie gut versorgt und gepflegt. Sie waren Lebensretter und Kamerad.
Einen Lebensretter und Kameraden isst man aber nicht.

Bei den reichen, adeligen und vornehmen Familien waren Pferde meist, wie Heute, Zeitvertreib und Spielvergnügen.

Pferde waren damals, auch wie Heute, nicht gerade billig. Die Preise kann man schon mit den heutigen Kfz-Preisen vergleichen.

Die Pferdefresser.

Da Pferdefleisch kaum Fett enthält, war es nicht so gut für die Fettproduktion geeignet.
So kam es, das dieses, eigentlich hochwertige Fleisch, in den Kochtöpfen ärmerer Leute landete. Denn durch den Verkauf konnten die Abdecker doch etwas mehr verdienen.

Damals kam, von der Kirche, die Beschimpfung Hippohagen, Pferdefresser auf.

Der Sauerbraten.

Pferdefleisch hat jedoch, gegenüber anderen Fleischsorten, zwei Nachteile.

Zum einen der etwas süßliche Geschmack und zum anderen ist es, naturbedingt durch die dauernde Bewegung, relativ zäh.

Daher hat man sich schon früh etwas einfallen lassen, um dies zu ändern.

Man legte das Fleisch in Essig ein.

Dadurch wurde das Fleisch mürbe. Allerdings mit dem Nachteil, das es Sauer wurde.
Diesen Nachteil, glich man mit Gewürzen aus.

Diese milderten den sauren Essiggeschmack.

Heute ist vor allem das Rezept für den Rheinischen Sauerbraten bekannt.

Ekelfleisch.

Wenn Heute Personen, im Bezug auf Pferd, von Ekelfleisch sprechen, wissen sie nicht, worüber sie sprechen und hinken oft den uralten Vorurteilen nach.

Natürlich, wenn ein Produkt, egal welches, in ein anderes Produkt gemischt wird, in dem es eigentlich nicht erwartet oder in dem es sogar verboten ist, ist dies ein Fall für den Staatsanwalt.

In eine Frikadelle aus Schwein und Rind hat ein Huhn eben so wenig zu suchen, wie Pferd in einem Döner aus Pute, Rind und/oder Lamm.

Das hat aber nichts mit Ekelfleisch zu tun.

Ekelfleisch ist ganz einfach Fleisch, welches, zumindest, für den menschlichen Verzehr nicht, oder besser, nicht mehr, geeignet ist.
Sei es, weil es schon faulig, mit Arzneimitteln oder Krankheitserregern verseucht ist.
So wie in dem Fall, in dem, mit Erregern verseuchte Fische zu Dünger und Tierfutter verarbeitet wurden.
Die Erreger wurden nicht abgetötet, sondern landeteten über Pflanzen und Hühner auf dem Mittagstisch.

"Verseuchte" Lebensmittel an Arme.

Hier bin ich zwiespältig.

Wie schon oben geschrieben, halte ich Pferdefleisch für ein hochwertiges Produkt.

Andererseits habe ich dabei einen faden Geschmack im Mund.

Für den Verkauf an zahlungsfähige Menschen nicht Gut genug.

Zuerst kam der CDU-Politiker, Hartwig Fischer, auf die Idee, die "verunreinigten" Lebensmittel an Hilfsbedürftige zu verteilen.

Nun folgt ihm der FDP-Entwicklungsminister, Dirk Nebel.

Lasagne und Co. sollen auf Schadstoffe untersucht und neu Etikettiert und, wenn alles in Ordnung ist, an hilfsbedürftige Personen ausgeliefert werden.

Für bedürftige, also arme Menschen, Menschen zweiter oder gar dritter Klasse, ist es aber Gut genug?

Pfui und nochmals Pfui.

Hier zeigen CDU und FDP was sie von den Menschen halten.

Das Gute den Reichen und alles andere für die Unterschicht.

Den Abschaum. Die Überflüssigen.

Aber was kann man von Parteien erwarten, die, nach dem Krieg, den größten Zustrom an ehemaligen Nazis hatten?

Für die waren Menschen nur Mittel zum Zweck.

Kanonenfutter. Versuchskaninchen.

Was nicht in ihr Schema passte, musste ausgerottet werden.

Und genau aus diesem Grund, sage ich Nein.

Im übrigen sollten sich unsere Politiker darum kümmern, das der Grund für die derzeitige Schwemme von Pferdefleisch bekämpft wird.

In Rumänien trat gerade ein Gesetz in Kraft, welches den Rumänen verbietet, öffentliche Straßen mit Pferden zu benutzen.

Gerade die kleinen Bauern sind aber auf ihre Pferde angewiesen.

Ein Pferd kann mit Heu und Gras versorgt werden.

Für einen Traktor oder einen Lkw haben die Bauern aber kein Geld. Schon gar nicht für Diesel.

Aber Rumänien will ein fortschrittliches Land in Europa werden.

Da haben Pferdefuhrwerke nichts auf den Straßen zu suchen.

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