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Der Wahnsinn hat Methode.

Noble VIP-Logen, teure Betriebsfeiern, Bundesliga-Dauerkarten.
Beim Südwestrundfunk (SWR) sitzen Schmarotzer in der ersten Reihe.

Für Dirigenten wurden zwischen 2003 und 2006 bis zu zwei Millionen Euro jährlich ausgegeben.
Die Prüfer: „Die Honorare der Chef- und Gastdirigenten liegen dabei weit über den im Honorarrahmen festgelegten Tagessätzen.“

Für 10 000 Euro wurde eine Tagesloge mit speziellem VIP-Arrangement beim Fußball-Bundesligisten FSV Mainz angemietet. 12 Personen hatten in der Loge Platz.
Der Rechnungshof: „Da auf den Belegen keine Gäste vermerkt sind, kann bis heute nicht ermittelt werden, wer wirklich in der Loge war.“

Zwei Saison-Dauerkarten vom 1. FC Kaiserslautern gekauft. Getarnt als Repräsentation des SWR.
Genutzt wurden sie aber hauptsächlich von SWR-Mitarbeitern.

Der VfB Stuttgart ging auch nicht leer aus: 2006 kassierte der Profi-Verein im Jahr 2006 stolze 75 307 Euro vom SWR für Werbung.

Von 2003 und 2006 zahlte der SWR, für Betriebsfeiern, 432 000 Euro.
Die Prüfer: „Gepflogenheiten der privaten Wirtschaft können kein Maßstab sein.“

Für die laibliche Versorgung von Mitarbeitern, Darstellern usw. wurde 2006, 1,13 Millionen Euro ausgegeben. Bei einzelnen „Tatort“-Dreharbeiten zwischen 12 692 und 16 499 Euro.
Der Prüfbericht: „Stichprobenhafte Auswertung der Belege zeigt, dass Regelungen nicht immer eingehalten wurden.“ Auch die Empfänger von Geschenken seien häufiger nicht benannt worden. Dadurch könnten die geldwerten Leistungen nicht abgerechnet werden.

Gebühren-Verschwendung mit Oliver Kahn.

Dafür, dass der Fußballer nach 21 Profijahren in Rente geht, greift das ZDF tief in die Gebühren-Tasche.
Laut Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung sollen drei Millionen Euro nur für die Rechte an dem Abschiedsspiel gegen die Nationalelf gezahlt haben.
Doppelt so viel wie für ein Spiel im Uefa-Cup.
Drei Millionen für ein Spiel ohne den Star.

ZDF-Sprecher Thomas Stange erklärte gegenüber WELT ONLINE: "Zu Vertragsvereinbarungen äußern wird uns generell nicht".
Ebenso wurde nichts darüber geäußert, wie viel Kahn, als Nachfolger von Jürgen Klopp, bis zum Ablauf seines Vertrags mit dem ZDF nach der Fußball-WM 2010 in Südafrika kassiert.

Gebühren-Verschwendung mit Johannes B. Kerner.

Für das simples Länderspiel, Deutschland – Belgien, ließ das ZDF mal eben Johannes B. Kerner einfliegen. Nur für dieses Spiel mal eben 7800 Km hin und 7800 Km zurück.

Gegenüber WELT ONLINE behauptete ZDF-Sprecher Stange damals, es war kein Reporter in der Nähe. "Unser gesamtes Team ist in Peking".
Mit dem Team der ARD waren 700 Mitarbeiter in Peking. Andere Fernsehstationen aus Europa hatten maximal die Hälfte vor Ort.

Aber auch die GEZ selbst ging nicht gerade sparsam mit den Gebührengeldern um.

121 Millionen Euro erhielt die GEZ, jährlich, aus Gebührenmitteln um ihre Kosten zu decken.

Für das EDV-Projekt "DV 2005" wurden zunächst 21,3 Millionen gezahlt.

Laut Rechnungshof kamen noch "zweifelhafte" Auslandsreisen in die USA und nach Japan hinzu. Kosten 52.493,38 Euro.

Auch wurden Aufträge, ohne öffentliche Ausschreibung, direkt an einzelne Unternehmen vergeben.

Und der GEZ-Pendelbusverkehr für GEZ-Mitarbeiter geriet beim Rechnungshof ebenfalls in massive Kritik.

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