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Den dauernden Klagen der Musikfirmen, wegen Musikpiraterie, wurde Gestern ein Riegel vorgeschoben.

express.de berichtet über ein Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe.

Vom OLG Köln wurden die Eltern eines 13-Jährigen zu 3000 Euro Schadenersatz wegen Verletzung von Urheberrechten verurteilt.

In bisherigen Urteilen wurde von den Inhabern des Internetanschlusses Verlangt, das sie, wenn sie sich mit der Sicherung ihres Anschlusses nicht auskennen, einen IT-Experten beauftragen müssen.

Die Klage der Musikfirmen wurde abgewiesen.

Das Gericht:

Eltern müssen für den illegalen Musiktausch eines minderjährigen Kindes grundsätzlich nicht haften, wenn sie das Kind ausreichend über das Verbot einer Teilnahme an Internettauschbörsen belehrt haben.

Kommentar von Rechtsanwalt Solmecke:

Bislang verlangten die Gerichte, dass technisch unversierte Eltern sich einen kostenpflichtigen IT-Experten ins Haus holen müssen, um nicht in die Haftung zu geraten. Dieser ausufernden und realitätsfremden Rechtsprechung wurde nun glücklicherweise ein Riegel vorgeschoben.

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