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In Deutschland besteht eine Pflicht zur Produktinformation.

Das heißt, ein Hersteller muss dem Verbraucher alle Daten und Fakten zu seinem Produkt liefern.

Dazu gehören:

Eine genaue Beschreibung der Ware
Eine Bedienungsanleitung
Gefahrenhinweise
Eventuell Reparaturanleitung

Zur genauen Beschreibung der Ware gehört auch, das die Funktion einzelner Bauteile oder Baugruppen beschrieben wird.

Wenn Nötig durch Pläne.

Früher war es üblich, auch ohne Informationsplicht, das z. B. Elektro-Pläne, für Waren mit elektrischen Bauteilen, bereits mitgeliefert wurden.

Man fand sie in Radio- und TV-Geräten, Waschmaschinen, Elektromobilen, Motorrädern.

Ich weiß nicht, wie es bei den einzelnen Automobilherstellern aussieht.

Bei Mercedes-Benz hält man jedenfalls nichts von dieser Pflicht.

Oder sagen wir mal so, Mercedes-Benz stellt diese Informationen nur einem ausgewählten Kreis zur Verfügung.

Es ist, fast, unmöglich z. B. an die Stromlaufpläne zum W168 zu kommen.

Fast?

Ja fast.
Denn diese Daten werden zum einen nur an Werkstätten und Händler ausgeliefert und zum anderen wird für diese Daten, soviel ich ermitteln konnte, eine monatliche Lizenzgebühr von 1.000,00 Euro fällig.

Ich muss hinzufügen, das sich die Daten auf mehreren DVDs befinden, auf denen sich alle entsprechenden Daten zu allen bisherigen Fahrzeugen befinden.

Wenn also jemand wissen möchte, warum seine Innenraumbeleuchtung im A140 nicht geht, wird er von Mercedes-Benz gezwungen, sein Fahrzeug in eine (Mercedes-Benz-) Werkstatt zu bringen.

Denn wer kann es sich leisten, für eine nicht funktioniere Beleuchtung mal eben 1.000 Euro hinzulegen.

Mercedes-Benz verstößt somit nicht nur gegen die Informationspflicht.

Durch Gesetzesänderung/Neugestaltung wurde Mercedes-Benz zwar gezwungen, Daten über Fahrzeuge nicht nur an Vertragspartner abzugeben. Aber was hat der Verbraucher davon?

Selbst ein Elektriker/Elektroniker wird gezwungen, sein Fahrzeug in eine, teure, Werkstatt zu bringen.

Denn die kleinen und günstigeren Werkstätten um die Ecke, können sich die 1.000 Euro nicht leisten.

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