Der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie klärt auf.

Auf der Homepage energieportal24.de der oak media GmbH bestreitet Johannes Lackmann jegliche Subvention durch den Staat.

Zitat:
"Die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zahlen die deutschen Stromkunden, die den Strom auch verbrauchen. Der Staat zahlt dazu keinen Pfennig. Wenn der deutsche Wirtschaftsminister weiterhin von Subventionen spricht, ist das eher peinlich."
Zitat Ende.

Weiter lässt er sich über externe Kosten der Braunkohleförderung, wie Flutkatastrophen und Hilfen für die Landwirtschaft aus.

Zitat:
Diese externen Kosten fallen bei umweltfreundlichen, erneuerbaren Energieträgern nicht an. BEE-Präsident Lackmann: "Somit spart jeder Cent, der heute für Energie aus Wind, Sonne,
Biomasse, Wasser und Erdwärme gezahlt wird, dem Staat und der Öffentlichkeit deutlich mehr ein."
Zitat Ende.

Lieber Herr Lackmann, Sie werden aus den eigenen Reihen wiederlegt.

Seit den 70ern untersucht die Agentur für Erneuerbare Energien e.V. die Strompreise und deren direkte oder indirekte Subventionen.

Demnach wurden von 1970 bis 2010 gezahlt:

Braunkohle: 66,9 Milliarden Euro
Erneuerbare Energien: 39,2 Milliarden Euro

Umgerechnet, auf den Enegieausstoß, ergeben das 1,2 Cent bei der Braunkohle und 2,2 Cent bei den Erneuerbaren Energien.

Diese Zahlen berücksichtigen aber noch nicht die Subvention durch die Stromkunden.
Denn der Aufschlag von derzeitig 3,5 Cent je KW ist, auch wenn es Herr Lackmann nicht Glaubt, eine Subvention.

Ebenso ist die, so genannte, Ökosteuer noch nicht mitgerechnet.

Sie gehört zu den externen Kosten.

Das “Gesetz zum Einstieg in die ökologische Steuerreform” regelt u.a. Strom-, Kfz- und Mineralöl-Steuer.

Die “Stromsteuer” hat einen großen Haken.

Eigentlich soll der Verbrauch von Ökostrom von dieser Steuer befreit sein.

Allerdings nur, wenn der Strom aus Netzen entnommen wird, die nur mit Ökostrom betrieben werden.

Solche Netze gibt es aber nicht für die Endverbraucher.

Also profitieren hier nur die Großabnehmer, denn diese speisen den steuerfreien Ökostrom aus Ökonetzen in ihre Mischnetze ein und kassieren Steuern.

Steuern, die direkt oder indirekt wieder an die Erzeuger des Ökostromes gehen.

 

Strom einsparen ist auch nur den höheren Einkommen möglich.

Billige oder günstige Elektrogeräte verbrauchen mehr Strom.

Der Kleinverdiener kauft eine Waschmaschine für 300 Euro, obwohl er genau weiß, das dieses Gerät mehr Strom und Wasser verbraucht als eine für 600 Euro und mehr.
Er kann es sich einfach nicht leisten, immer auf dem neuesten Stand der Technik zu sein. Und wenn er sich für Siemens, AEG oder Bosch entscheidet, dann muss dieses Gerät 15 Jahre und mehr halten. In 15 Jahren ist es aber auch wieder ein Energiefresser.

Genau so wenig kann er seine ganze Wohnung mit anständigem Licht z.B. aus LED-Lampen ausrüsten.

Also entscheidet er sich für Halogen- oder Röhren-Lampen.

 

Selbst wenn er es schafft, Strom zu sparen, wird er dafür bestraft.

Die Stromlieferanten haben nämlich Tarife.

Kleinstverbraucher, Kleinverbraucher, Normalverbraucher, Industrie, Gewerbe usw.

Hat man einen Tarif als “Normalverbraucher” abgeschlossen, und versucht nun durch Stromsparen seine Kosten zu senken, wird man überrascht sein, wenn die Abrechnung kommt.

Durch die Einsparungen ist man nämlich unter den vorberechneten Verbrauch für “Normalverbraucher” gesunken und wird automatisch in den teureren Tarif für “Kleinverbraucher” eingestuft.

 

Ebenso haben Kfz- und Mineralöl-Steuer einen Nachteil.

Begünstigt wird nicht der Großteil der Bevölkerung, sondern der Personenkreis mit höherem Einkommen.

Denn ökologische Fahrzeuge sind Teuer.

Personen mit kleinerem Einkommen können sich nicht alle zwei Jahre ein neues Fahrzeug anschaffen. Daher sind sie gezwungen die höheren Steuern zu zahlen.

So werden also Personen mit kleinerem Einkommen zum Zahler der Erneuerbaren Energie.

 

Bevor Herr Lackmann nochmals solche Äußerungen von sich gibt, sollte er bedenken, das diese Steuern dazu bestimmt sind, um die Öko-Energie zu fördern.

Ich möchte lieber nicht wissen, wie viele Milliarden unserer Steuergelder bereits als “Entwicklungshilfe” in die verschiedenen Öko-Projekte geflossen sind.

Erst Recht will ich nicht wissen, wie viel davon in den Sand gesetzt wurde.

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