Die Ratten verlassen das sinkende Schiff

Westerwelle hat verstanden.

Er hat verstanden, das die Regierung, so, nicht mehr lange hält.

Zunächst gab er bekannt, das er den FDP-Vorsitz abgibt.

Nach seiner Rückkehr aus seinem Auslandsaufenthalt will er nun auch als Vizekanzler zurücktreten.

Fragt sich nur, wann er seinen Posten als Außenminister aufgibt.

Den möchte er, mit Zustimmung der Kanzlerin, behalten.

Ob er aber dem Druck der neuen FDP-Führung stand hält?

Zumindest zeigt er Anstand.

Er zögert seine Entscheidungen nicht unnötig hinaus und Schmutzwäsche wird, wenn überhaupt, intern erledigt.
So sollte das auch sein.
Das er einiges falsch gemacht hat, wissen wir. Das muss nicht nochmals Breitgetreten werden.
Dafür verdienen er und die FDP Anerkennung.

Wer wird der Nächste?

Rösler wird bei der FDP hoch gehandelt.

Durch seine Ankündigung, das demnächst, neben der bisherigen Pflegeversicherung noch eine Versicherung oder zumindest eine Erhöhung der Beiträge in Kranken- und Pflegeversicherung fällig wird, hat er sich bei den Wählern aber bereits unbeliebt gemacht.

Selbst wenn er, als Minister, in ein anderes Ressort wechselt, trägt er weiterhin die Verantwortung für diese Ankündigung.

Denn er hat alles vorbereitet. Sein Nachfolger muss eventuell nur noch die Einzelheiten ausarbeiten und das Ergebnis verkünden.

Daher möchte ich nochmals, an dieser Stelle, einen Rat dazu geben.

Eine staatliche Versicherung.

Diese Versicherung umfasst Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung.
Jeder Bürger muss in diese Versicherung einzahlen. Auch die Reichen.

Zusätzlich sollte es möglich sein, das man, wenn man es möchte, Sonderbeiträge zu leisten.

Sonderbeiträge in der Art einer privaten Versicherung Beispielsweise für:
Einzelbettzimmer und Chefarztbehandlung im Krankenhaus oder für Privatkliniken,
Erweiterte Arzt- und Zahnarztbehandlungen, Akupunktur usw.

Natürlich können die bisherigen Versicherer weiterhin ihre Produkte anbieten.

Allein durch den Gesichtspunkt, das es bei Vergütungsverhandlungen, der in Anspruch zu nehmenden Leistungen, praktisch nur noch einen Verhandlungspartner für Ärzte, Apotheker, Krankenhäuser, Pharmahersteller usw. gibt, können viel günstigere Tarife ausgehandelt werden.

Für chronisch Kranke und Behinderte gäbe es mehr Möglichkeiten. Sie würden von den Versicherungen nicht mehr diskriminiert.

Der Zusatzbeitrag für den Ausgleich zwischen den Versicherungen und die Kopfpauschale für den Arztbesuch könnten abgeschafft werden.


Advertisements