Kapitalisten planen wieder einmal die Machtübernahme

Pflegetarife in Deutschland:

Private Pflegedienste in der Grundversorgung:

Mindestlohn Ost: 7,50 Euro / Stunde.
Mindestlohn West: 8,50 Euro / Stunde
Die Grundversorgung besteht aus etwa 2 Stunden täglicher Hilfe. Waschen, Anziehen und eventuell die Wohnung etwas aufräumen.
2 x 30 Tage = 60 Stunden x 8 Euro = 480 Euro

Sätze im öffentlichen Dienst (Bund, Länder, Landkreise und Gemeinden)

E1: 1.441,58 bis E15: 5.211,67 Euro / Monat.
Plus Zuschläge für Überstunden, Nacht-, Samstag-, Sonn- und Feiertagsarbeit.
Aber auch für Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft, Wechselschicht und Schichtarbeit kommt noch was dazu.

Private Pflege (Pflegekasse):

215 bis 700 Euro / Monat

Wenn z.B. die Tochter die Mutter Pflegt, erhält sie maximal 700 Euro im Monat.

Das macht:
30 Tagex 24 Stunden = 720 Stunden. 700 : 720 = 0,97 Euro / Stunde

Wenn man bedenkt, das etwa 70% der Pflegebedürftigen von Familienangehörigen, Freunden usw. betreut werden, ist das wahrlich ein Armutszeugnis für die Bundesrepublik Deutschland.

Doch Herr Rösler, FDP, will nun Abhilfe schaffen.

Rechtzeitig vor den Märzwahlen, in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, meldet er sich zu Wort.

Er will die pflegenden Angehörigen besser unterstützen; „Notfalls auch mit Geldleistungen“.

Was immer dies bedeuten mag.

Im Gespräch ist eine Art des Mutter-Kind-Urlaubs.

Alle Unterstützungen zur privaten Pflege kosten Geld. Auch der „Mutter-Kind-Urlaub“.
Oder will Herr Rösler selber, in seiner Freizeit, unentgeltlich bei den Leuten helfen?
Öffentlichkeitswirksam hat er ja schon Familien besucht um sich selbst ein Bild der Situation zu machen.
Fragt sich nur, wer die besuchten Familien ausgewählt hat.

Hat er vielleicht Hartz4-Empfänger im Hinterkopf?
Aber die kosten ja auch Geld und nicht jeder ist für eine solche Tätigkeit geeignet.
Vor allem muss man eine gewisse Grundausbildung dafür haben. Die kostet auch wieder Geld.

Und, wie er schon sagte, Geld, will er nur in Notfällen locker machen.

Also Herr Rösler, was soll das Theater vor den Wahlen?
Machen Sie nicht so viel Wind.

Am Ende kommen Schäuble, Westerwelle und Merkel die zustimmen müssen.
Aber das wird sich wohl bis nach den Wahlen hinauszögern.
Denn so schnell arbeitet unsere Regierung nicht. Es muss ja noch alles berechnet und beraten werden. Und das dauert.

Am Ende bleibt dann doch alles beim Alten.


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